Sonntag, 25. Oktober 2009

Abwrackprämie in Spanien verlängert

Die Abwrackprämie für Autos wird in Spanien verlängert. Zusätzlich zu den bisherigen Hilfen wird die Madrider Regierung rund 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen, so berichtete der spanische Industrieminister Miguel Sebatián. Dieser Zuschuss soll noch bis Jahresende die Auszahlung der Abwrackprämie sicherstellen.

Bisher wurden vom Staat ungefähr 100 Millionen zu Verfügung gestellt. Diese Staatshilfe soll bereits verbraucht sein. Die Minister kündigte an, dass Spanien auch im kommenden Jahr Hilfen dafür gewähren werde, ältere Autos durch umweltfreundlichere Modelle zu ersetzen. Momentan wird der Bürger mit 1000 Euro unterstützt, die jeweils zu 500 Euro vom Zentralstaat und der Regierung getragen werden.

Für die spanischen Autohändler war die Vorankündigung eine gute Nachricht die für Erleichterung sorgte. Im Falle eines Auslaufen der Abwrackprämie, rechnen die Autohändler mit einem Umsatzrückgang von circa 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies bestätigte auch der Präsident des Verbands der Vertragshändler, Antonio Romero-Haupold. Ein solcher Umsatzrückgang würde dazu führen, dass 30000 Arbeitsplätze in Gefahr geraten würden.

Die Spanien Nachrichten werden Sie natürlich im gewohnten Rahmen weiter auf dem Laufenden halten.

Samstag, 24. Oktober 2009

Atlético Madrid hat Sánchez Flores als neuen Trainer verpflichtet

Nach der Entlassung seines Trainers Abel Resino hat Atlético Madrid Quique Sánchez Flores als Nachfolger verpflichtet. Wie der spanische Fußball-Erstligist mitteilte, unterschrieb der 44-Jährige beim neunmaligen Meister einen Vertrag bis zum Saisonende.

Der neue Coach soll am kommenden Montag offiziell vorgestellt werden. Beim Punktspiel der Rot-Weißen gegen RCD Mallorca soll der bisherige Assistenztrainer Santi Denia auf der Bank sitzen.

Der neue Coach soll die Madrilenen, die einen miserablen Start in die Saison erwischten, aus der Krise führen. Atlético steht in der Champions League vor dem Ausscheiden. In der Primera División rangiert der Club mit nur einem Sieg in sieben Spielen auf dem 15. Platz. Sánchez Flores hatte in Spanien zuvor den FC Getafe und den FC Valencia sowie in Portugal Benfica Lissabon trainiert.

Der Trainerposten bei Atlético, dem drittgrößten Club in Spanien, gilt als der «heißeste Schleudersitz» in der Primera División. Resino hatte es nur acht Monate im Amt ausgehalten. Die Madrilenen hatten eigentlich Michael Laudrup verpflichten wollen, sich bei dem Dänen jedoch eine Absage eingehandelt. Auch der Deutsche Bernd Schuster, der in seiner aktiven Zeit für Atlético gespielt hatte, war als Kandidat gegenüber den Spanien Nachrichten genannt worden.

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Spanien ist Weltmeister bei Organspenden

Trotz internationaler Fortschritte und Erfolge in der Transplantationsmedizin ist der weltweite Organmangel weiterhin ihr limitierender Faktor. Anlässlich des elften Europäischen Tages und des fünften Welttags der Organspende treffen sich vom 4. bis 7. Oktober 2009 zum ersten Mal in Berlin Experten und Betroffene aus aller Welt, um die Öffentlichkeit auf den Mangel an Spenderorganen aufmerksam zu machen. Der an den Welttag anschließende zehnte Internationale Organspendekongress der International Society for Organ Donation and Procurement (ISODP) ist die Plattform, auf der sich Transplantationsmediziner und Experten aus allen Teilen der Erde austauschen. Der weltweite Mangel an Organen und der medizinische Fortschritt vereint die Beteiligten in dem Bestreben, eine effizientere, gerechte und vollständige Versorgung aller Patienten auf den Wartelisten zu erreichen.

Weltweit wachsen die Wartelisten und damit die Aussichtslosigkeit vieler Patienten, rechtzeitig ein passendes Spenderorgan zu erhalten.

Innerhalb Europas befindet sich Deutschland mit 14,6 Spendern pro eine Million Einwohner im unteren Mittelfeld und damit unter dem EU Durchschnitt von 16,1 Spendern. Spanien ist mit über 34 Spendern pro eine Million Einwohner nach wie vor Weltmeister in der Organspende, gefolgt von Portugal mit 26,7 und den USA mit 26,3 Spendern. Weltweit wurden laut Organización Nacional de Trasplantes (ONT) in 2007 insgesamt 99.321 Organe transplantiert. Allerdings sind aus ganz Asien und Afrika keine verlässlichen Angaben und Zahlen verfügbar.

Montag, 19. Oktober 2009

Abtreibungsgesetz löst in Spanien Massenproteste aus

Alle Rekorde brach am Wochenende in Madrid eine Großdemonstration gegen die geplante Novellierung des spanischen Abtreibungsgesetzes. Rund eine Millionen Menschen haben sich zum Motto „Jedes Leben zählt“ versammelt. Laut dem Sprecher Benigno Blanco sei dies die größte Demonstration in Spanien gewesen.

Der Protest richtete sich gegen die Abtreibungsreform der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero. Kernaussage des neuen Gesetzes ist, dass die Abtreibung bis zur 14. Schwangerschaftswoche straffrei möglich ist. Außerdem sollen Minderjährige ab 16 Jahren ohne Einwilligung der Eltern einen Abbruch vornehmen dürfen. Bei Missbildung des Fötus sowie bei Gefährdung der physischen oder psychischen Gesundheit der werdenden Mutter sollen Abtreibungen bis zur 22. Woche möglich sein.

Bisher war eine Abtreibung in Spanien nur nach einer Vergewaltigung, bei Verdacht auf Missbildung oder bei Gefahr für die körperliche und seelische Gesundheit der werdenden Mutter zulässig.

Das neue Gesetz muss noch vom Parlament verabschiedet werden, wo die sozialistische Minderheitsregierung auf die Unterstützung der Altkommunisten von der Vereinigten Linken oder von den republikanischen Abgeordneten aus Katalonien angewiesen ist.

Das neue Gesetz soll herrschende Rechtsunsicherheit vermeiden und schwangere Frauen nicht zu illegalen Wegen zwingen.

Die Spanischen Nachrichten werden Sie weiter auf dem Laufenden halten und über alle Neuigkeiten berichten.

Spanien möchte erneuerbare Energien fördern

In Madrid hat sich das spanische Parlament für eine Beibehaltung des derzeitigen Förderrahmens für erneuerbare Energien ausgesprochen. In einer Abstimmung am Donnerstag wurde eine durch den Senat in der vergangenen Woche beschlossene Änderung zurückgewiesen. Ein Sprecher des Energiekonzerns E.ON bezeichnete die Entscheidung als wichtiges Signal für mögliche Investitionen.

2007 hatte die Regierung in Madrid ein Ziel von 500 Megawatt an solarthermischer Erzeugungskapazität bis 2010 formuliert und daran großzügige Beihilfe geknüpft. Nachdem sich abgezeichnet hatte, dass dieses Ziel bei weitem übertroffen würde, wurde Anfang Mai per Dekret ein Register eingeführt, in dem entsprechende Projekte angemeldet werden mussten.

Überraschend hatte der Senat letzte Woche aber für eine Aufhebung des Registers gestimmt, was die Zukunft der Subventionen unsicher gemacht hatte. Die jetzige Entscheidung des Unterhauses ist endgültig.

Am letzten Mittwoch hatte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand der E.ON AG eine Änderung des geltenden Subventionsrahmens als Herausforderung für ein Investment bezeichnet.

Der Düsseldorfer DAX-Konzern hat seit geraumer Zeit ein Auge auf den spanischen Markt geworfen und will dort im Bereich Solarstrom einsteigen. Dazu werden derzeit Gespräche geführt. Spanien sei laut dem Sprecher des Konzerns in dieser Hinsicht sehr attraktiv.

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Magna muss offene Fragen klären

Einen Tag vor der geplanten Unterzeichnung des Opel-Übernahmevertrages durch den Autozulieferer Magna, konferierten Manager der österreichisch-kanadischen Firma im spanischen Saragossa. Es wurde über die Zukunft des Opel-Werks und der Beteiligung Spaniens an der Staatshilfe von 4,5 Millionen Euro für den Kauf von Opel debattiert.

Die Madrider Regierung fordert von dem Unternehmen Magna langfristige Garantien für das Opel-Werk. 1350 von den 7200 Arbeitsplätzen gelten momentan als gefährdet. Wenn keine Garantien ausgesprochen werden können, so will sich Spanien nicht an dem Rettungspaket beteiligen. Es wird außerdem auch erwartet, dass sich andere Staaten beteiligen.

Bei dem Treffen in Saragossa seien der spanische Industrieminister Miguel Sebastián und Magna-Chef Siegfried Wolf aber nicht anwesend gewesen. Diese hätte am Dienstag bereits in einem zehnstündigen Zusammentreffen eine Annäherung erzielt. Der Minister sagte, dass Magna einen verbesserten Vorschlag präsentiert habe.

Enttäuscht zeigen sich am Mittwoch die spanischen Gewerkschaftsvertreter. Die Offerte von Magna sei mittel- bzw. langfristig weder für das Werk in Spanien noch für das Werk in Eisenach, Deutschland gut. Die Zugeständnisse von Magna sind den Gewerkschaften nach wie vor zu wage und nicht klar genug.

Dienstag, 13. Oktober 2009

18-Jähriger Deutscher von Mitschüler in Spanien erstochen

In Spanien ist ein 18-Jähriger, aus dem westdeutschen Recklinghausen stammender, zu Tode gekommen. Eine deutsche Zeitung teilte heute mit, dass der Berufsschüler in der spanischen Stadt Calella bei Barcelona durch einen oder unter Umständen auch mehreren Messerstichen ums Leben kam.

Dem Vorfall sei eine Auseinandersetzung zwischen mehreren Mitschülern vorausgegangen. Der 17-Jährige Mitschüler des Getöteten habe dann ein Messer aus der Tasche gezogen. Unklar ist bisher, ob der Schüler dann vorsätzlich auf seinen Mitschüler losging oder ob es sich um einen tragischen Unfall handelt.

Ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin bestätigte heute gegenüber Spanien Nachrichten, dass am letzten Samstag ein 18-Jahre alter Mann aus dem Bundesland NRW, nach eine Notoperation, in einer Klinik in Barcelona gestorben sei. Detailierte Aussagen wollte der Sprecher noch nicht machen.

Die Klassenfahrt auf der sich dieser schicksalhafte Vorfall ereignete ist bereits abgebrochen und die Schüler sind nach Deutschland zurückgekehrt. Die Mitschüler werden von Psychologen betreut. Auch der beschuldigte Schüler ist wieder in seine Heimatstadt Recklinghausen zurückgekehrt. Zwischen dem Opfer und dem „Täter“ soll es schon seit längerem Konflikte gegeben haben.